Dritte Zulassungsoption für Enzalutamid beim Erstlinien-Therapie des Prostatakarzinoms
 

Mit der aktuellen Zulassung für das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC), genehmigt von der Europäischen Kommission, ist Enzalutamid (XtandiTM) die einzige orale Behandlungsoption, die in drei Indikationen für den Erstlinieneinsatz beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom zugelassen ist. In seinem Vortrag „PCa in der Praxis – besondere Herausforderungen in der Behandlung des mHSPC“ auf einer Presseveranstaltung der Astellas Pharma präsentierte Prof. Dr. Christian Gratzke (Freiburg) die Ergebnisse aus den Studien ARCHES und ENZAMET und verwies auf die Vorteile eines frühen Einsatzes von Enzalutamid beim mHSPC.

In der zulassungsrelevanten ARCHES-Studie konnte gezeigt werden, dass für Patienten unter Enzalutamid plus ADT (Androgendeprivationstherapie) das Risiko für radiologische Progression oder Tod um 61% reduziert wurde gegenüber Patienten unter Placebo plus ADT (p<0,001). „Dieser Vorteil zeigte sich konsistent in den präspezifizierten Subgruppen, darunter Alter der Patienten, ECOG-PS bei Therapiebeginn, Gleason-Score bei Diagnosestellung (<8 versus ≥8) oder Docetaxel-Vortherapie,“ unterstrich Gratzke. Darüber hinaus entsprach das Sicherheitsprofil von Enzalutamid in der ARCHES-Studie den bisherigen Erfahrungen und die Lebensqualität der Patienten blieb trotz intensiver Therapie mit Enzalutamid plus ADT auf Placeboniveau.

Der Urologe verwies auch auf die Daten der Phase-3-Studie ENZAMET, in der Enzalutamid plus ADT erstmalig mit einer Standardbehandlung aus NSAA (nichtsteroidales Antiandrogen) plus ADT verglichen wurde.
In der medianen Nachbeobachtungszeit von 34 Monaten senkte Enzalutamid das Sterberisiko relativ um 33%. Die Verzögerung des Krankheitsprogresses war signifikant, die Rate an unerwünschten Ereignissen war in beiden Studienarmen über den Behandlungszeitraum ähnlich.

„Patienten mit hoher und niedriger Tumorlast profitierten gleichermaßen von der Therapie mit dem Androgenrezeptor-Inhibitor, ebenso Patienten mit primärer oder sekundärer mHSPC-Diagnose,“ fasste Prof. Gratzke die Studienergebnisse zusammen.

Red.

Quelle: Virtuelle Pressekonferenz „Erstlinien-Therapie des Prostatakarzinoms“ am 07.05.2021. Veranstalter: Astellas Pharma GmbH.

Mai 2021

Patienten mit hoher und niedriger Tumorlast profitierten gleichermaßen von Enzalutamid, ebenso Patienten mit primärer oder sekundärer mHSPC-Diagnose.

Die aktuellen Indikationen von Enzalutamid:

  • mCRPC (2013) Folgetherapie
  • mCRPC (2014) Erstlinie
  • Hochrisiko nmCRPC (2018)
  • mHSPC (2021)
  • fusszeile

     
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